12.09.2016

: Strom kommt aus der Steckdose – so weit, so klar. Aber wofür zahlt man eigentlich genau?

Die meisten Menschen bekommen jährlich eine Rechnung von ihrem Stromlieferanten. Dabei geht ihnen aber selten ein Licht auf: Laut einer Umfrage der forsa im Auftrag der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben viele Kunden Schwierigkeiten wichtige Informationen in ihrer Rechnung zu finden.

Die repräsentative Umfrage wollte Anfang des Jahres herausfinden, wie die Verbraucher die Stromrechnungen wahrnehmen und mit ihnen umgehen.

Verständlichkeit ist Pflicht

Seit 2011 steht im Energiewirtschaftsgesetz, dass Stromrechnungen einfach und verständlich sein müssen. Darüber hinaus sollen die Rechnungen einheitlich sein und alle wichtigen Informationen enthalten.

Eine Selbstverständlichkeit? Wohl eher nicht: Von den Befragten gab ein Drittel an, dass sie Probleme haben, Angaben zum Stromverbrauch zu finden. Auch der Brutto-Strompreis, also das, was man wirklich bezahlen muss, ist oft nicht aufgeführt. Stattdessen wird nur der Nettopreis angegeben oder  es werden sogar weitere Kosten wie die EEG-Umlage als einzelner Posten aufgeführt.

Da verliert man schon mal den Überblick, was der Strom denn jetzt eigentlich kostet.

Unzufriedene, aber treue Kunden

Trotz dieser Schwierigkeiten hat knapp die Hälfte der Befragten noch nie ihren Stromanbieter gewechselt. Gründe dafür gibt es einige. Beispielsweise war die Kündigungsfrist für die Hälfte der Befragten auf der Rechnung nicht ersichtlich. Ein weiterer Grund war, dass die „Nicht-Wechsler“ erhebliche Schwierigkeiten bei einem Anbieterwechsel erwarten haben. Zum Beispiel bestand die Befürchtung, plötzlich ganz ohne Strom da zu stehen.

Doch diese Bedenken sind eigentlich völlig unbegründet. Wechselt man den Stromanbieter, muss der alte Versorger einen so lange beliefern, bis der neue Stromanbieter zuständig ist. Unterbrechungen in der Stromversorgung gibt es daher nicht.

 

Verständliche Rechnungen und klare Aussagen zur Liefersicherheit sind daher ein wichtiger Schritt zu mehr Verbraucherfreundlichkeit. Ob Verbraucher diese Informationen dann nutzen, um den Anbieter zu wechseln, das bleibt ihnen überlassen.

 

Die Studie der forsa finden Sie hier.

Veröffentlicht von:

Natalie Hoffmann

Natalie Hoffmann

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