09.03.2015

: Premiere: Sprach-Experten formulieren neues Gesetz mit

Gesetzestexte zu lesen ist schwer genug. Sie zu verstehen nahezu unmöglich – zumindest für Otto Normalverbraucher. Keine Frage: Rechtstexte müssen hieb- und stichfest sein. Sie regeln unsere Rechte und Pflichten und bestimmen, was erlaubt oder verboten ist. Da sollten die Worte schon präzise gewählt sein. Nur was nutzt ein rechtlich wasserdichter Text, wenn ihn die Bürger, für die er gemacht ist, nicht verstehen? Das dachte sich nun zum Glück auch der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages.

Ein erster Schritt
Für die Formulierung des neuen Kleinanlegerschutzgesetzes holt sich der Finanzausschuss die Experten der Gesellschaft für deutsche Sprache ins Boot. Denn seit 2009 darf der Redaktionsstab beim Deutschen Bundestag offiziell zu einem „laufenden Gesetzgebungsverfahren“ um Rat gebeten werden. Der Redaktionsstab prüft, ob die Formulierungen der Gesetzesentwürfe verständlich und sprachlich korrekt sind.

Nicht unmöglich
Für die sogenannten „Produktinformationsblätter“ zu Finanzprodukten gibt es bereits eine gesetzliche Vorgabe, dass diese verständlich sein müssen. Wieso gilt das nicht auch für Gesetztestexte? Die betreffen zumindest jeden von uns. Es gibt schließlich verfügbare und leicht bedienbare Mittel, die Autoren beim verständlichen Formulieren unterstützen.

Mehr Infos gibt’s hier

Veröffentlicht von:

Anja Wehner

Anja Wehner

Die Wirtschaftsanglistin beschäftigt sich vor allem mit der Analyse von Sprache. Gerade aber in formaler Hinsicht bietet Sprache vielfältige wissenschaftliche Aspekte.

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