19.06.2012

: PIB – die Beipackzettel sind immer noch unverständlich

Wie schon im letzten Jahr durch eine umfassende Studie des Communication Lab Ulm herausgefunden, wird auch dieses Jahr wieder die Unverständlichkeit der Produkt-Informationsblätter bescheinigt. Diesmal durch eine Studie von Sterea Mummert, die neben der Verständlichkeit auch die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit prüfte.

Dabei schnitten die Beipackzettel teilweise sehr schlecht ab. Es scheint, als ob die PIBs noch lange keine Hilfe für den Verbraucher sind. Weder seien die Dokumente leicht zu verstehen, noch seien sie vergleichbar. Beides unakzeptabel aus Sicht des Verbraucher. Dabei scheinen die Schwachpunkte exakt dieselben zu sein, die auch schon vor einem Jahr durch das Communication Lab identifiziert wurden: Fachsprache, zu lange Sätze und eine komplexe Ausdrucksweise verhindern eine leichte Verständlichkeit.

Man kann den Anbietern eigentlich nur empfehlen, hier mehr Sorgfalt walten zu lassen, oder sich externe Hilfe ins Haus zu holen. Denn bei der Überarbeitung von Finanzkommunikation merken wir immer wieder, wie schwierig es für Fachleute ist, einen wirklich verständlichen Text zuz produzieren. Da hilft oft nur der Blick von außen.

Mehr Informationen: Artikel auf Fonds Professionell

Veröffentlicht von:

Anikar Haseloff

Anikar Haseloff

Als Kommunikationswissenschaftler beschäftigt sich Dr. Anikar Haseloff tagtäglich mit Sprache. Er lehrt und forscht zum Thema Verständlichkeit an mehreren Universitäten in Deutschland.

Noch keine Kommentare

Kommentieren

CAPTCHA-Bild
*